„Liquidität vor Rentabilität“

Liquidität vor Rentabilität

Es ist wieder einmal soweit, sich der Ur-alt-Weisheit: „Liquidität vor Rentabilität“ zu erinnern.

Schon des Öfteren haben wir an dieser Stelle daran erinnert. Der Banken-Sektor hat die Messlatten zur Kreditvergabe mittlerweile deutlich höher gelegt – und ein Ende ist mit ziemlicher Sicherheit noch (lange) nicht in Sicht. Das schreiben nicht nur die einschlägigen (Wirtschafts-)Medien, sondern auch der Finanzminister sieht die Banken stärker in der Pflicht.

Jetzt ist es an der Zeit für jeden umsichtigen Unternehmenslenker, liquiditätstechnisch Vorsorge zu treffen:

1. Banklinien offenhalten (und wenn unvermeidbar: zähneknirschend besichern) für die Bedürfnisse des Tagesgeschäftes; hierzu können beispielsweise auch Bankbürgschaften zählen, die in schwierigem wirtschaftlichen Umfeld verstärkt zum Einsatz gebracht werden (müssen). Oder Zwischenfinanzierungen, weil sich Zahlungsziele der Kunden verlängern. Oder erhöhte Kautionen, weil die Einkaufspreise davongeeilt sind. Oder vieles mehr. All‘ dies belastet die Banklinien bei gleichzeitig zunehmender Zurückhaltung der Finanz-Institute. Eine schlechte Konstellation!

2. Also muss verstärkt für Liquidität gesorgt werden: 

  • Alles, was eigenständig finanziert werden kann, lässt sich über Leasing realisieren.
  • Soeben aus Eigenmitteln angeschaffte Wirtschaftsgüter können an Leasinggesellschaften verkauft werden, und das Unternehmen erhält zur Liquiditätsstärkung praktischerweise den Kaufpreis zurück in die eigene Kasse.
  • Dasselbe lässt sich erreichen mit bereits vorhandenen, älteren Produktionsanlagen, die noch voll im Einsatz, aber schon aus der Finanzierung heraus sind. Oder mit der notwendigen Aufrüstung bzw. Modernisierung solcher Anlagen.

 

Das alles ist machbar, wirtschaftlich sinnvoll und stärkt die finanztechnische Stabilität des Unternehmens – und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Zukunftssicherung vor oder gar schon in der Krise.